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Versicherungsberatung für Unternehmen
und öffentliche Einrichtungen

Tipps zum Selbermachen.

Die RIVER Consulting GmbH bietet derzeit keine Beratungen für Privathaushalte an und übernimmt deswegen keine neuen Mandate aus diesem Bereich.

Wenn Sie einen Beratungswunsch zu privaten Versicherungen haben, empfehlen wir Ihnen gerne die Kanzlei Pitzl.

Nachfolgend geben wir Ihnen einige Tipps und Hinweise, die Sie bei der Gestaltung Ihres Versicherungs-Portfolios berücksichtigen sollten.

Wann brauche ich welche Versicherungen?

Der Versicherungsbedarf ergibt sich aus der jeweiligen individuellen Risikosituation. Ein Kardinalfehler besteht darin, dass zwischen Risikoabsicherung und Kapitalbildung nicht unterschieden wird. So wurden und werden millionenfach kapitalbildende Versicherungen abgeschlossen, die weder für die Risikoabsicherung geeignet sind (weil meistens zu niedrig) noch geeignete Sparprodukte darstellen (dies galt schon immer und wird in Zeiten niedriger Zinsen besonders deutlich). Trennen Sie Risikoabsicherung und Kapitalbildung.

Nachfolgend einige Informationen zur Risikoabsicherung, die von zwei Faktoren geprägt sind. So folgt der Versicherungsbedarf im Laufe des Lebens einer gewissen Grundstruktur, deren Beachtung sinnvoll ist. Daneben wird der Versicherungsbedarf von der eigenen individuellen Risikosituation geprägt und hierbei entscheidend auch von der individuellen Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft. Nutzen und Funktion von Versicherungen werden hierbei häufig überschätzt. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche – auf lange Sicht ist das immer der wirtschaftlich bessere Weg.

1. Der Versicherungsbedarf der Lebensphasen folgt einer Grundstruktur

2015-03-25 Bild Lebensphasen


In dieser Phase liegt der Schwerpunkt des Versicherungsbedarfs bei der Absicherung von Krankheitskostenrisiken, Haftungsrisiken und der Absicherung von Berufsunfähigkeitsrisiken. Bis zum Beginn der Ausbildung erfolgt die Absicherung meist von den Eltern und geht dann in die eigene Verantwortung über. Kapitalbildung ist in dieser Phase von geringer Bedeutung. Auf keinen Fall sollten langfristige Verträge abgeschlossen werden.


Neben den Hauptrisiken der Phase 1 (Krankheitskosten, Haftung, Invalidität), die dem steigenden Einkommen und den Verpflichtungen für Partner und Kinder angepasst werden müssen kommt – je nach Situation – die Absicherung im Todesfall und die Absicherung von Sachrisiken (Haus, Hausrat) hinzu.


Im Laufe dieser Phase tritt meist eine Konsolidierung der beruflichen Aktivitäten ein, so dass – vor allem gegen Ende – die Absicherung des Invaliditätsrisikos an Bedeutung verliert. Bei den anderen Risiken (vor allem Todesfall, Sachwerte, Haftung) ist hier die individuelle Risikosituation von besonderer Bedeutung. Zu berücksichtigen ist auch, in welchem Maße berufliche und nebenberufliche Risiken über den Arbeitgeber, Vereine etc. abgesichert sind, wobei man sich nicht auf allgemeine Informationen und Aussagen verlassen sollte.


In dieser Phase ist meist ein Übergang vom aktiven Berufslebens in die Ruhestandsphase zu beobachten. Dementsprechend kann die individuelle Absicherung entsprechend angepasst werden – der erreichte Wohlstand ist zu sichern, Versicherungen verlieren generell an Bedeutung, weil durch Kapitalaufbau andere Sicherungsmaßnahmen vorhanden sind, die zu einer erhöhten Risikotragfähigkeit führen.


In der Ruhestandsphase entfällt meistens der Versicherungsbedarf des Invaliditätsrisikos. Die Absicherung von Sach- und Haftungsrisiken bleibt wichtig und muss sehr konkret an die individuelle Situation angepasst werden.

2. Der Versicherungsbedarf ist abhängig von der individuellen Risikosituation


Wie ist Ihre private Situation und Ihr privates Umfeld – welche (versicherbare) Risiken ergeben sich daraus?

  • Haftungsrisiken
  • Sachwerte
  • Absicherung der Arbeitskraft
  • Ruhestand (aber: Trennen Sie sparen und versichern!)


Welche Risiken ergeben sich aus Ihrer beruflichen Tätigkeit?.

  • Welche beruflichen Risiken sind durch den Arbeitgeber abgesichert?
  • Welche beruflichen Risiken müssen Sie selbst absichern?


Welche Risiken ergeben sich aus nebenberuflichen Tätigkeiten?

  • Welche Risiken ergeben sich aus Hobby und Ehrenamt – wie sind diese abgesichert?
  • Üben Sie eine selbständige Nebentätigkeit aus – welche Risiken ergeben sich daraus?


In dieser Phase ist meist ein Übergang vom aktiven Berufslebens in die Ruhestandsphase zu beobachten. Dementsprechend kann die individuelle Absicherung entsprechend angepasst werden – der erreichte Wohlstand ist zu sichern, Versicherungen verlieren generell an Bedeutung, weil durch Kapitalaufbau andere Sicherungsmaßnahmen vorhanden sind, die zu einer erhöhten Risikotragfähigkeit führen.


In der Ruhestandsphase entfällt meistens der Versicherungsbedarf des Invaliditätsrisikos. Die Absicherung von Sach- und Haftungsrisiken bleibt wichtig und muss sehr konkret an die individuelle Situation angepasst werden.

6 Tipps zum optimalen Versicherungsschutz!

Risiko Männchen
Schließen Sie keine Kapitalbildenden Versicherungen ab!
In fast allen Fällen lohnt sich der Abschluss von Kapitalversicherungen (Lebensversicherung, Fondslebensversicherungen, Rentenversicherungen) nicht – wegen zu hoher Kosten und geringer Rendite. Dies gilt heute mehr denn je. Aber: Seien Sie vorsichtig, bevor Sie einen bestehenden Versicherungsvertrag kündigen.
Verzichten Sie konsequent auf Versicherungen für Risiken, die Sie selbst tragen können und vereinbaren Sie Selbstbeteiligungen bei allen anderen Versicherungen. Bedenken Sie – Versicherungen begleiten Sie Ihr ganzes Leben. Profitieren Sie vom Risikoausgleich „in der Zeit“ – es lohnt sich und spart Ihnen Geld, das Sie sinnvoller investieren können.
Männchen wirft Münze in Sparschwein
männchen wer was wo
Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser! Es geht um Ihr Risiko und Ihre Existenz. Investieren Sie mindestens die Hälfte der Zeit für Ihre Risikoabsicherung und Altersvorsorge, die Sie beim Kauf eines neuen Autos aufwenden. Informieren Sie sich bei unabhängigen Stellen. Lassen Sie Angebote vor dem Abschluss und bestehende Verträge regelmäßig prüfen.
Fragen Sie Ihren persönlichen Berater / Vermittler, wie viel er für den Vertragsabschluss an Provision erhält! Lassen Sie sich das schriftlich geben. Bei Lebensversicherungen beträgt die Abschlussprovision etwa 4 % der gesamten Beitrags-summe für die gesamte Laufzeit – egal ob der Vertrag bis zu Ende besteht oder nicht; bei den sonstigen Versicherungen 15 – 25 % des jährlichen Beitrags.
Flipchart Idee
Schreibbrett Service 2
Versicherungen werden als Einzelprodukte verkauft – Berufsunfähigkeit, Privathaftpflicht, Kfz-Versicherung etc.
Hierbei geht der Blick für das Ganze schnell verloren. Wichtig ist, dass die Gesamtabsicherung für versicherbare Risiken optimal gestaltet ist, in der die Wechselwirkungen, Überschneidungen und Lücken der einzelnen Versicherungen aufeinander abgestimmt sind. Versicherungsvermittler sind mit dieser Aufgabe schnell überfordert. Oft besteht auch kein Interesse daran, bestehende Versicherungen zu optimieren, besonders dann, wenn dies zu niedrigen Prämien führt, weil dann auch die Provision sinkt.
Noch ein Hinweis: Prüfen Sie sorgfältig, ob das Beratungsprotokoll stimmt…
Informieren Sie sich, ob der Versicherungsvertrag die für Sie best-möglichen Vertragsklauseln enthält – damit Sie „wenn´s darauf ankommt“ auch wirklich Geld erhalten.
Lupe_Männchen
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